Web Trends
05/01/2023

Web Trends 2022

Was bedeutet Webdesign im Jahr 2022?

Zunächst einmal lassen sich Entwicklungen beobachten, die auf der mobilen Anpassung der letzten Jahre fußen. Webseiten sollen so noch effizienter und nutzerfreundlicher werden, um auf dem umkämpften Onlinemarkt mithalten zu können – ob auf dem PC, dem Tablet oder dem Smartphone. Die sperrigen und leicht überladenen Designs der 2000er sind längst Geschichte; das menschliche Auge hat sich daran sattgesehen. Die neue Maxime ist die Konzentration auf das Wesentliche.

Nutzerfreundlichkeit, also ‚Usability‘ steht auch 2022 hoch im Kurs. Maßgeblich für diesen Trend ist das für den mobilen Markt so bedeutsame responsive Webdesign, das die technische Flexibilität unter Berücksichtigung des Nutzer-Endgeräts hervorhebt. Modernes Webdesign bedeutet somit, dass eine Internetseite effizient auf das Gerät des Nutzers ‚reagiert‘ und sich entsprechend präsentiert. Responsives Webdesign ist dabei bewusst vorausschauend angelegt, damit Webseiten auf neue oder bisher ungewohnte Systeme souverän reagieren können. Darüber hinaus entwickeln Webdesigner nicht mehr nur für Browser – viele der bekanntesten Webseitenanbieter ermöglichen eine leichtere mobile Nutzung über eigene Apps.

Einige Buzzwords im Webdesign werden uns auch 2022 nicht loslassen. Da wäre zum einen das Internet of Things, das eine zunehmende Digitalisierung des Alltags erkennt und Nutzern noch mehr Interaktionsmöglichkeiten bieten will. Zum anderen bringen es wesentliche Fortschritte in der KI-Forschung mit sich, dass automatisierte Webservices immer besser werden; Webdesigner dürften versuchen, auch diesen Bereich voll auszuschöpfen.

Zu den wichtigsten neuen Trends zählt die gezieltere Einbindung von interaktiven 3D-Effekten und VR-/AR-Elementen. Beide Techniken machen Webprojekte interaktiver und setzen gleichzeitig wichtige optische Reizpunkte. Dabei gilt aber nach wie vor das Prinzip: Weniger ist mehr! Ein weiterer wichtiger Punkt, der 2022 auch das Webdesign entscheidend beeinflussen wird, ist das zunehmende soziale und ökologische Bewusstsein. Das riesige gesellschaftliche und mediale Interesse an Themen wie dem Klimawandel oder der Corona-Krise zeigt, wie wichtig es für Unternehmen ist, sich entsprechend zu engagieren. Bei allem technischen Fortschritt prägen folgerichtig auch derartige Themen das Design von Websites.

Trends und Gegentrends im Webdesign

Trends im Webdesign existieren fast nie in einem Vakuum, sondern haben neben benachbarten Trends auch Gegenspieler, die ein bestimmtes Designelement in eine andere oder sogar entgegengesetzte Richtung führen. Manchmal entwickeln sich Gegentrends aus einer Reaktion auf bestimmte Trends, wenn diese immer deutlicher zum Vorschein kommen. Oft setzen Webdesigner auf einen Gegentrend, um schon heute in der Internetlandschaft von morgen herauszustechen. Hier einige Beispiele für Trends und korrespondierende Gegentrends, die uns auch 2022 in spannender Wechselwirkung begegnen werden.

10 Trends, die 2022 das Webdesign bestimmen

1. 3D- Elemente: 
3D-Elemente die per Mausklick animiert werden und als interaktive Objekte eingebunden sind. Speziell im E-Commerce Bereich ist dies sehr gefragt!

2. Neumorphismus:
Neumorphismus auch „neuer Skeumorphismus“ bringt mehr Realismus in die teilweise sehr abstrakt gewordenen Website-Designs.

3. Grafiken mit SVG:
Das SVG Bildformat ist nicht wirklich neu. Jedoch werden Displays & Co immer anspruchsvoller, sodass die Grafik ebenfalls nachziehen muss.

4. Micro – Interactions:
Dies ist ein neuer UX-Design Trend bei dem ausgewählte Nutzer von Interaktionen (Animationen) begleitet werden.

5. Sozial & Ökologische Motive als Design:
Firmen versuchen immer mehr auf „Emotionaler“ – Ebene mit dem Kunden zu kommunizieren. Speziell das Thema COVID hat hier einen großen Teil dazu beigetragen.

6. Infinite Scrolling & Parallax Effekt:
Der Trend zum Mobilgerät hat bereits jetzt einen durchschlagenden Einfluss auf Webinhalte. Eine der wichtigsten Entwicklungen in diesem Zusammenhang: der Übergang vom Klick zum Scrolling. Prinzipiell ist die Scrolling-Website ein alter Bekannter. Doch Design-Konzepte wie Infinite Scrolling oder der Parallax-Effekt erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und bleiben somit auch 2022 im Trend.

7. Personalisierte User-Expiernce:
Die zielgruppengerechte Darstellung von Webinhalten gehört zu den Grundprinzipien des modernen Webdesigns. Vor allem im E-Commerce sollten sich die Auswahl der Inhalte und deren Präsentation an den Ansprüchen potenzieller Kunden orientieren.

8. Chatbots:
Chatbots entspringen dem Forschungsgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) und kommen schon heute auf Unternehmer Websites oder in Onlineshops zum Einsatz. In der Regel handelt es sich um kleine Dialogfenster, die Nutzerfragen entgegennehmen und automatisch generierte Antworten ausspielen.

9. The DARK MODE:
Ein Trend, der sich nicht nur durchs Web, sondern durch den kompletten Software-Sektor zieht: der Dark Mode. Immer mehr Nutzer legen Wert darauf, eine Alternative zur grellen Anzeige zu haben. Beispielsweise bieten Betriebssysteme wie Windows einen Dark Mode, und auch in Browsern wie Google Chrome kann einen Dark Mode aktivieren.

10. Performance:
Eigentlich weniger ein Trend als vielmehr ein Grundprinzipgut designter Webseiten: Geschwindigkeit wird immer wichtiger. Das ist zum Teil der mobilen Revolution zu verdanken; schließlich wollen Webseitenbetreiber, dass ihre Seiten auch mobil leicht und volumensparend erreichbar sind.